Wo sollte man einen Hasenstall aufstellen – Tipps zum Standort
Sich einen oder gar mehrere Hasen anzuschaffen, bedarf der Planung. Denn es ist einfach nicht ausreichend, „einfach nur“ einen Käfig zu kaufen, diesen irgendwo aufzustellen und das Tier einziehen zulassen. So einfach kann es nicht sein. Denken wir nur einmal an die Witterung, die sich ja in jedem Jahr mehr oder weniger sporadisch wiederholt. Wird der Hase in der Wohnung gehalten, ist die Wahl des Standortes nicht wirklich schwierig. Es sollte sich um eine ruhige Ecke handeln, in der das Tier, auch wenn alle Familienmitglieder zu Hause sind, seine Ruhe hat. Zudem ist dieser Bereich rauchfrei und zugfrei zu halten. Täglich Freilauf ist zu gewährleisten, auch wenn das eine oder andere Ködelchen dann in der Wohnung zu entsorgen ist. Stromkabel sollten in dieser Region vollständig verdeckt werden, da sonst die Gefahr des Anknabberns besteht. Soll der Hasenstall aber im Freien aufgestellt werden, gibt es schon einige Dinge mehr, die es zu beachten gilt.
Wieviel Sonne verträgt der Hase?
Sicherlich lieben es Hasen, im Gras oder im Sand in der Sonne zu liegen und sich wärmen zu lassen. Jedoch sind sie nicht wirklich von der heißen Mittagssonne des Hochsommers angetan. Das bedeutet, dass der Stall an einem Platz stehen muss, an dem gerade zur heißesten Zeit des Tages Schatten vorhanden ist. Natürlich ist es durchaus ausreichend, wenn etwa die Hälfte des Stalles im Schatten liegt. Doch ebenso wenig darf der Stall in Zugluft stehen. Hasen können sich in dieser sehr schnell erkälten.
Ein weiteres Kriterium ist das Modell, das im Freien untergebracht werden soll. Handelt es sich um ein einstöckiges oder um ein zweistöckiges mit Freilauf in der unteren Etage? Bei letzterem ist es am besten, wenn darunter Erdboden oder Gras vorhanden ist. Das Spüren des Bodens gibt den Hasen ein wunderbares, natürliches Gefühl, sodass sie die Gefangenschaft bedingt akzeptieren können.
Anforderungen an den Hasenstall
Der Hasenstall, der im Freien aufgestellt wird, hat natürlich ganz andere Kriterien zu erfüllen als der Stall für die Wohnung. Ist es bei letzterem am wichtigsten, dass er nicht nur das Tier beherbergt und vor allem dicht hält, muss der Freilandstall ganz andere Kriterien erfüllen. Er muss nämlich allen Witterungen des Jahres trotzen können. Das bedeutet, dass er einen imprägnierenden Außenanstrich und ein wasserdichtes Dach benötigt. Letzeres kann mit Hilfe von Bitumendachpappe erfolgen. Ebenso sollten die Außenwände des geschlossenen Teils doppelwandig sein. Der Zwischenraum ist mit Luft gefüllt und ergibt so eine kleine, aber feine Isolierschicht. Diese kann im Winter schon ein paar Grad Celsius ausmachen. Allerdings sollten die Tiere bei anhaltenden Minusgraden nach Drinnen verlegt werden. Da sie in der Natur in tiefen Höhlen leben, sind sie Minustemperaturen nicht direkt ausgesetzt. Trotzdem können sie durch ihr dickes Fell schon einmal eine frostige Nacht gut überstehen. Ein gut isoliertes Gartenhaus oder der kühle, aber nicht frostige Wintergarten können bereits als Winterdomizil ausreichen. Dorthin könnte das gesamte Hasengehege verlegt werden.
Damit man es immer trockenen Fußes erreicht, sollte es über einen Plattenweg gut erreichbar sein. Schließlich wollen die Hasen bei jedem Wetter bestens versorgt werden.
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